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Lenz übernimmt das Kommando

Die Nachfolgerin von Patricia Hanebeck ist gefunden. In der kommenden Saison wird die 27-jährige Anne Lenz Spielführerin des Zweitligisten 1. FC Köln. Lenz gehört zu den erfahreneren Spielerinnen des neu zusammengesetzen jungen Kaders. Schon in den Vorbereitungsspielen war Lenz als Kapitainin im Einsatz. Die endgültige Entscheidung fiel jetzt im Trainingslager.

Anne Lenz ist seit 2009 im Kader der Frauenfußballerinnen des 1. FC Köln. In den vergangenen Spielzeiten absolvierte sie 37 Liga- und sechs DFB-Pokalspiele für den FC. Dabei kam sie auf 3228 Einsatzminuten und erzielte zwei Tore.

Eine gute Mischung

Groß prangt die Eins auf dem Rücken von Neuzugang Lena Nuding. Die 18-jährige Torfrau, die in dieser Saison vom VfL Sindelfingen nach Köln kam demonstriert damit offensichtlich, mit welchen Ambitionen ihr Wechsel verbunden ist. “Es ist noch nicht festgelegt, wer die neue Nummer Eins sein wird. Aber ich stelle mich gerne der Herausforderung”, beginnt sie das Gespräch. Lange Zeit hatte Nuding Probleme mit ihrem Knie und sieht in Köln jetzt die Chance für einen Neuanfang. “Ich hatte Probleme mit der Patellasehne und konnte ein halbes Jahr lang nicht spielen. Köln ist für mich jetzt eine neue Chance, wieder richtig Gas zu geben.”, fährt sie fort.

Nicht nur auf dem Platz möchte Lena Nuding ihre bisherige Karriere weiter nach vorne bringen. “Ab Oktober werde ich an der Deutschen Sporthochschule Sportmanagement studieren. Vor vier Wochen habe ich den Aufnahmetest gemacht und es sieht sehr gut aus.”, berichtet sie von ihren weiteren Plänen für die Zukunft.

Auch Philine von Bargen hat ähnliche Zukunftspläne. Die 19-jährige Mittelfeldspielerin kommt von der SG Essen-Schönebeck und wird voraussichtlich ab Oktober Psychologie an der Kölner Universität studieren. “Ich fühle mich jetzt schon sehr wohl in der Stadt.”, schildert sie ihre ersten Eindrücke aus ihrer neuen Heimat.

Einen kleinen Eindruck von ihrer zukünftigen Mannschaft hat sie sich auch schon verschaffen können. “Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und der Teamgeist ist wirklich gut. Wir haben eine gute Mischung aus jungen und reiferen erfahrenen Spielerinnen. Mein persönliches Ziel ist es schon, um den Aufstieg mitzuspielen.”, sagt sie.

Einen Aufstieg hat bereits Julia Rick während ihrer fußballerischen Karriere beim 1. FC Köln miterlebt. Seit Beginn des Jahres trainiert die junge gebürtige Kölnerin in der ersten Mannschaft mit. Ihre Spielpraxis sammelte sie bei der Zweitvertretung des Geißbock-Clubs. Mit dieser gelang ihr vor einigen Wochen der Aufstieg in die Regionalliga.

11Nun bekommt sie die Gelegenheit, ihr spielerisches Können auch in der 2. Bundesliga zu demonstrieren. “Es wird sicherlich schwer für mich, einen Platz in der ersten Elf zu bekommen. Ich bin noch eine sehr junge Spielerin, die aber versuchen wird ihre Chance zu nutzen.”, sagt sie offen und ehrlich.

Lena Nuding, Philine von Bargen und Julia Rick. Drei der insgesamt zehn Neuzugänge in der ersten Frauenfußballmannschaft des 1. FC Köln.  Zehn Spielerinnen, die zusammen ein Durchschnittsalter von knapp über 18 Jahren haben. Insgesamt hat die Mannschaft nun einen Altersdurchschnitt von etwas über 21 Jahren. Lediglich fünf Spielerinnen sind über 25 Jahre alt. Wer die junge Truppe in der kommenden Saison auf dem Platz führen wird, ist bisher noch nichts bekannt.

Jugend und Erfahrung

Stark verjüngt und dem neuen Konzept entsprechend wir der zukünftige Regionalliga-Kader der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln aussehen. Nach den Abgängen von Mareike Commotio, Miriam Lang, Maiko Okamura, Maren Meinshausen, Daniela Anglani und Nina Weihrauch, setzt der Geißbock-Club zukünftig auf sehr viele junge Talente. Diese sollen getreu dem U23-Konzept durch die erfahrenen und älteren Spielerinnen geführt und aufgebaut werden.

Eine Aufgabe, auf die sich Trainer Benedikt Kühnreich schon jetzt freut. “Wir holen fast alle unsere Jahrgang ´94 Mädels aus der U-17 in den Kader. “, berichtet er. Nach aktuellem Stand sind dies sechs Spielerinnen. Zusätzlich kommt vom Pulheimer SC Lea Oetker, die ebenfalls gerade 18 Jahre alt geworden ist und Mandana Büscher aus der U-17 von Neukirchen-Seelscheid.

Die aktuelle Kaderplanung soll aber noch nicht ganz abgeschlossen sein. “Wir stehen noch in Kontakt zu weiteren Spielerinnen, die wir als Verstärkung sehen. Dies fördert auch den Konkurrenzkampf untereinander.”, so Trainer Kühnreich.

Durch den Verbleib der erfahrenen Leistungsträgerinnen auf den Schlüsselpositionen in der Abwehr, dem Mittelfeld und im Sturm verschafft sich die zukünftige Regionalliga-Vertretung des 1. FC Köln eine ideale Voraussetzung, um zukünftig die angestrebte Talentförderung durchzuführen.

Die Vorbereitung geht los

In genau einer Woche fängt sie an, die Vorbereitung der ersten Frauenfußballmannschaft des 1. FC Köln auf die Saison 2011/2012. Mit einem neu ausgrichteten Vereinskonzept hat der Aufstieg in die Bundesliga nicht mehr höchste Priorität. Man setzt zukünftig auf junge Talente aus der Region und möchte sich als leistungsorientierter sowie nachwuchsfördernder Verein im Frauenfußball etablieren.

Untermauert wird die Neuausrichtung durch die bereits getätigten Verpflichtungen für die kommende Spielzeit. Mit Jana Blessing und Lena Nuding sicherten sich die “Klosterfrauen” die Dienste zweier Spielerinnen, die bereits internationale Erfahrung im Jugendbereich vorweisen können. Auch Pia Knobloch von Bayer 04 Leverkusen bringt bereits Bundesligaerfahrung mit in den neuen Kader.

Zu dem gab Marcus Kühn, die Verpflichtung von Yuka Sugiyama (1. FFC Saarbrücken), Melanie Koschalka (Vorwärts Spoho Köln) und Philine von Bargen (SG Essen-Schönebeck) bekannt. Aus den eigenen Reihen wird Julia Rick aus der zweiten Mannschaft hochrücken. Die 18-jährige Mittelfeldspielerin trainiert bereits seit längerem im Bundesligakader mit und zeigte eine überzeugende Leistung in der abgelaufenen Verbandsliga-Saison.

Ebenfalls bei den Bundesliga-Spielerinnen mittrainieren werden Denise Schuhmacher und Alice Hüttebräucker. Beide Spielerinnen sind Jahrgang ´95 und sollen zwei bis dreimal die Woche bei den Frauen trainieren.

Nochmal alle Kräfte mobilisieren

Wie im vergangenen Jahr werden die Spielerinnen des 1. FC Köln II ihr letztes Ligaheimspiel im Franz-Kremer-Stadion am Geißbockheim austragen. Zu Gast ist der derzeit Tabellendritte SV Allner-Bödingen. Anpfiff der Begegnung ist bereits um 14 Uhr. Nach dem Spiel werden noch einige Ehrungen vorgenommen werden.

FC-Trainer Benedikt Kühnreich, der auch in der kommenden Saison die Mannschaft trainieren wird, erwartet auch im letzten Spiel noch einmal vollen Einsatz von seinen Spielerinnen. “Wir wollen uns mit einer guten Leistung von den Zuschauern verabschieden. Ich werde die Mannschaft ins Rennen schicken, die maßgeblich am Aufstieg beteiligt war. Wir werden voll auf Sieg spielen.”, gibt er die Marschroute vor dem Spiel bekannt.

Die SV Allner-Bödingen hat in dieser Spielzeit die eigenen Erwartungen auch durchaus erfüllen können. Mit dem möglichen dritten Rang in der Tabelle kann man mehr als zufrieden sein. Für Katja Bruemmer wird es das letzte Spiel im Trikot der Allner-Frauen sein.

Die Frauen von Hannover 96 am runden Leder

Puh, war das warm am Samstag in Mellendorf. Bei schönstem Sonnenschein dachten viele wohl eher an den Badesee, aber für uns stand das schwere Punktspiel bei der Reserve des Mellendorfer TV auf dem Programm. Schon beim warmmachen merkten alle, dass es heute einer besonderen Anstrengung bedarf, die drei Punkte mitzunehmen.

Dieses Gefühl sollte sich auch bestätigen, denn es wurde allerfeinster Sommerfußball geboten. Die erste Torchance gab es erst nach 20 Minuten, als Uli Sarah auf der Außenbahn bediente, Ihr Schuß aber die Hände des Torwarts fand und nicht den Weg ins Netz. Chancen waren aber danach weiter Mangelware. Mellendorf hatte ein paar Ecken die aber keine Gefahr für unser Tor bedeuteten und unser Spiel war leider nicht druckvoll genug. So ging es torlos in die Kabine.

Nach dem Wechsel musste Sarah leider verletzt ausscheiden und wurde von Diana vertreten. Ihr Nachsetzen brachte dann auch die Vorlage für das 1:0. Als Mellendorf an der Strafraumgrenze nicht rechtzeitig klären konnte erkämpfte sich Didi den Ball und spielte diesen im Fallen zu Melle, die dann noch ein paar Meter auf die Torfrau zulief und freistehend zum 1:0 ins rechte Eck einschob.
Damit fiel uns allen ein großer Stein vom Herzen. Unser Spiel ließ sich nun aber schon wieder besser ansehen als in der ersten Hälfte und somit gab es folgerichtig auch mehr Tormöglichkeiten für uns. Richtig zwingend waren davon zwar nur wenige, aber da die Abwehr besonders in der zweiten Hälfte nicht so gefordert war, konnte man das auch verschmerzen.
In der 65. Minute wurde Mette kurz vor dem Strafraum von den Beinen gerissen, was natürlich einen Freistoß für uns bedeutete. Mandy schritt zur Ausführung, der Ball ging aber nur an den Pfosten. Von dort sprang er allerdings zurück ins Spielfeld, Melle stand goldrichtig und brauchte den Ball nur noch über die Linie drücken.

Damit war das Spiel auch entschieden. Mellendorf kam weiterhin nicht gefährlich vor unser Tor und unsere Bemühungen weitere Tore zu erzielen waren ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. So stand es am Ende 2:0 für uns und wir konnten erstmals in dieser Saison nicht nur virtuell, sondern auch „richtig“ die Tabellenspitze übernehmen. Dass der Sieg verdient war sah auch der Gegner so, statistisch spricht auch dafür dass Britta keinen einzigen Abstoß machen musste.

Nun stehen „nur“ noch zwei Siege vor unserem Aufstieg in die Landesliga. Packen wir es an.

Es spielten: Britta – Laura, Lotte, Sophie – Ulli F, Mandy, Jessi, Manu, Sarah (50. Didi) – Mette (72. Lea), Melle

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